California Beach T5 T6 T61 Schwerlastauszug

Campingplatz richtig einrichten: Tipps für Van & Camper, Teil II


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Nach der Ankunft: So richtest du deinen Stellplatz schnell und entspannt ein

Stell dir vor, du kommst am Campingplatz an und warst noch nie Campen. Dann solltest du auf ein paar Punkte achten, die sich über Jahre gut bewährt haben:

1. Stellplatz zuerst genau anschauen

Bevor Tisch und Stühle aufgebaut werden, lohnt sich ein kurzer Rundgang.

campingplatzcheck

Achte dabei auf:

  • Sonnenverlauf
  • Schatten
  • Windrichtung
  • Bodenbeschaffenheit
  • Äste über dem Fahrzeug
  • Ameisen oder andere Insekten
  • Abstand zu Nachbarn
  • Nähe zu Sanitärgebäude, Spielplatz, Pool und Restaurant – wichtig im Hinblick auf kurze Wege, aber auch auf Lärm

Diese eine Minute spart später oft viele unnötige Handgriffe.


2. Fahrzeug richtig ausrichten

Erst wenn der Platz passt, sollte das Fahrzeug endgültig positioniert werden.

Dabei solltest du vor dem endgültigen Einparken prüfen:

  • Das Fahrzeug sollte möglichst waagerecht stehen.
  • Bei Bedarf helfen Auffahrkeile zum Ausgleich kleiner Unebenheiten.
  • Kann die Heckklappe vollständig geöffnet werden?
  • Sind die Schiebetüre(n) frei nutzbar?
  • Ist ausreichend Platz für Markise und/oder Sonnensegel?
  • Ist genug Platz für Vorzelt, Tisch mit Stühlen und evtl. Sonnenliegen?
  • Können notwendige Haken/Befestigungen am Boden montiert werden?
  • Kann ein Baum als Befestigungspunkt für Wäscheleine oder Sonnensegel genutzt werden?
  • Stehst du gerne rundherum offen oder an einer Wand?

Einige Punkte kannst du ggf. bereits bei der Vorabreservierung deines Stellplatzes mit dem Campingplatz-Team klären, um den für dich besten Platz zu bekommen.


3. Stromversorgung sichern

Die Starterbatterie deines Fahrzeugs wird auch im ausgeschalteten Zustand bereits durch Türenöffnen, Radio und Bordcomputer belastet. Die laufende Kompressor-Kühlbox und sonstige elektronische Geräte werden über die Bordbatterie versorgt (je nach Fahrzeugmodell).

Damit das Auto jederzeit wieder anspringt und deine Lebensmittel gekühlt werden etc. müssen die Fahrzeugbatterien nach unseren Erfahrungen spätestens alle zwei bis maximal drei Tage bei Kühlboxbetrieb geladen werden. Je nach Batteriekapazität und Stromverbrauch empfiehlt es sich, das Fahrzeug regelmäßig an Landstrom anzuschließen

Bei der Bordbatterie funktioniert dies zum einen zwar auch durch das Fahren, jedoch erst ab ca. 150 km. Damit die Batterien zuverlässig geladen bleiben, solltest du dein Fahrzeug an der Ladesäule deines Camping-Standplatzes anschließen.

Tipp: Am besten erledigst du dies direkt nach deiner Ankunft, nachdem du dein Auto platziert hast. So wird es im ganzen Aufbautrubel dann auch nicht vergessen.

Wichtig ist natürlich, dass du vor der Reise die entsprechende Stromversorgung im Fahrzeug mit Ladegeräten, Wechselrichter und bei Bedarf 220 Volt im Van eingerichtet hast.

Infos und Hilfestellung sowie den Einbau in deinen VW-Bus T5 / T6 / T6.1 übernehmen gerne wir. Zudem helfen dir sicher auch zum Beispiel dein Autohaus und der Bosch Service in deiner Nähe. Einzelne Elektrik-Zubehörteile wie Kabel & Co. findest du ebenfalls in unserem Shop.

Vor Ort am Campingplatz solltest du folgende Dinge unbedingt kontrollieren:

  • Prüfe vor dem Anschließen, welche Absicherung dein Stromkabel besitzt.
  • Sind Adapter für den jeweiligen Campingplatz erforderlich? Viele Campingplätze benötigen CEE-Stecker.
  • Liegt das Kabel trocken und geschützt?
  • Entstehen keine Stolperfallen durch das Kabel?
  • Sitzt der Stecker an der Landstromsäule und im Fahrzeug richtig?
  • Kontrolliere die Ladeanzeige am Ladegerät.
  • Funktioniert der Strom im Fahrzeug – Licht, Radio etc.?
  • Läuft die Kompressor-Kühlbox?
Stromversorgung am Campingplatz

Als Alternative zu Landstrom kannst du natürlich auch mit Solarpanelen laden.

Tipp: Teste auch dies unbedingt vor deiner Reise, ob das Panel ausreichend ist, bevor du eine böse Überraschung erlebst.


4. Belüftung und Mückenschutz sofort vorbereiten

Gerade an warmen Tagen lohnt es sich, unmittelbar nach der Ankunft für frische Luft zu sorgen und gleichzeitig den Insektenschutz anzubringen.

So bleibt das Fahrzeug angenehm kühl und Mücken bleiben draußen.

Für die Belüftung empfehlen wir:

  • seitliches Fenster Spalt öffnen, Mückenschutz anbringen
  • fixierbares Lüftungsgitter – wird von innen angebracht und damit ist das Fahrzeug gesichert, durch schräge Lamellen bietet es zudem Regenschutz
  • Alternative: Mückennetz mit starken Topfmagneten von außen an das Fahrzeug anbringen
  • Heckklappenhaken – du lüftest und schließt dennoch dein Fahrzeug sicher ab

Durch die seitliche und gleichzeitige Lüftung vom Heck entsteht eine Zirkulation im Fahrzeug auch bei abgeschlossenen Türen. Auf Campingplätzen kannst du dich in unseren Augen so auch bei geöffneten Fenstern/Klappe sicher fühlen. In der freien Natur ist dies reine Gefühlssache, wie sicher du die Situation einschätzt.

Tipp: Auch an kühleren Tagen solltest du das Fahrzeug leicht belüften. So reduzierst du Feuchtigkeit und vermeidest beschlagene Scheiben oder Kondenswasser im Innenraum.


5. Verdunklung und Sichtschutz griffbereit halten

Auch wenn es zunächst noch hell ist: Lege Verdunklungen und Sichtschutz bereits bereit. Nach einem langen Urlaubstag möchtest du sie später nicht erst zusammensuchen müssen.

Tipp: Neben mehr Privatsphäre bleibt das Fahrzeug morgens länger angenehm dunkel und heizt sich tagsüber langsamer auf.


6. Schlafbereich vorbereiten

Falls dein Fahrzeug über ein Aufstelldach oder ein Schlafsystem verfügt, lohnt es sich, den Schlafplatz bereits vor dem Abend einzurichten.

Achte dabei auf:

  • Ist die Liegefläche in der Waage?
  • Stehen Stützfüße der Schlafsysteme im richtigen Grad?
  • Matratze, Zudecke und Kissen – ist alles bezogen?
  • Sind Schlafkleidung und Zahnbürste, Ohrstöpsel etc. griffbereit?
  • Schlafen im Hochdach: Passt Wind & Wetter?
  • Ist das Aufstelldach gesichert?

Wenn deine Kleidung nicht bereits von vornherein geordnet ist, wie zum Beispiel bei Packtaschen in den hinteren Fenstern oder Stautürmen mit Schubladensystem, lege Kleidung für den nächsten Morgen bereit. So musst du morgens nicht erst lange suchen.


7. Frischwasser

Kontrolliere den Frischwasserstand und fülle den Tank bei Bedarf direkt nach der Ankunft wieder auf.

So musst du später nicht nochmals zur Sanitäranlage gehen bzw. extra nochmal fahren.


8. Grauwasser und Campingtoilette

Falls du einen Grauwassertank und/oder eine Campingtoilette mit an Board hast, prüfe regelmäßig, ob die Behälter geleert werden müssen. Entferne den Inhalt bitte ausschließlich an den vorgesehenen Entsorgungsstationen.


9. Lebensmittel nicht offen stehen lassen

Lass Taschen, Lebensmittel und Müll möglichst nicht direkt auf dem Boden stehen.

Tipp: Die Campingküche ist nicht nur zum Kochen und Abspülen gedacht, sondern auch zur Aufbewahrung der Lebensmittel.

Sichere sie am besten zuerst in Frischhaltedosen und verwahre sie dann in den Küchenauszügen bzw. der Kühlbox. Hier sind sie geschützt vor

  • Hitze (Kühlbox)
  • Feuchtigkeit (Auszügen)
  • ungebetenen Besuchern wie Insekten und Tiere
Lebensmittel-Campingbox

10. Beleuchtung vorbereiten

Camping Beleuchtung

Sobald die Sonne untergeht, wird eine Taschenlampe oft plötzlich dringend benötigt.

Lege deshalb vor Einbruch der Dunkelheit bereit:

  • Campinglampe
  • Stirnlampe
  • Außenlicht

So findest du auch nachts problemlos den Weg zum Sanitärgebäude.


11. Aufbau Vorzelt – der richtige Platz macht den Unterschied

Mit der passenden Platzwahl steht dein Zelt sicher und trocken. Nimm dir vor dem Aufbau einen Moment Zeit und prüfe den Stellplatz – das spart später Zeit und sorgt für mehr Komfort.

Darauf solltest du achten:

  • Abspannleinen gut sichtbar befestigen, um Stolperfallen zu vermeiden
  • möglichst ebener und fester Untergrund
  • keine Senken oder Mulden (bei Regen sammelt sich dort Wasser)
  • ausreichend Abstand zu Bäumen und herabhängenden Ästen
  • Windrichtung berücksichtigen und das Zelt entsprechend ausrichten
  • genügend Platz für Abspannleinen einplanen
  • Heringe passend zur Bodenbeschaffenheit wählen
  • Eingangsbereich sinnvoll ausrichten (z. B. wettergeschützt oder mit schöner Aussicht)
  • genügend Abstand zu Nachbarstellplätzen einhalten
  • Falls der Boden nass ist bzw. Regenwetter angesagt ist empfehlen wir direkt im Anschluss auch den Zeltboden anzubringen
  • Und wenn jemand im Zelt übernachtet ist sicher das moskitosichere Innenzelt sinnvoll.

Falls du ein „Vorzelt Drive-Van“ von VAUDE hast, findest du hier ein Anleitungsvideo.

Aufbau Vorzelt

12. Respektiere die Campingplatzregeln

Informiere dich kurz über die Platzregeln. Dazu gehören Ruhezeiten, Mülltrennung, Hunde- bzw. Haustierregeln oder Hinweise zur Stromversorgung. Zudem ganz wichtig: Feuer bitte nur an erlaubten Stellen und nutzen Sie die vorgesehenen Grillplätze.

Wenn Sie mit Haustieren reisen, beachten Sie die Regeln und benutzen Sie die dafür vorgesehenen Bereiche.


13. Wettercheck

Wirf täglich mindestens einmal am Tag einen Blick in die Wettervorhersage. Passende Apps wie bereits in erwähnt. Informiere dich über Wetter, Hitzewarnungen oder Gewitter in deinem Zielgebiet. So kannst du deine Unternehmungen, Kleidung und die Organisation auf deinem Campingplatz, zum Beispiel Zelt, Tisch, Stühle & Co. besser daran anpassen.

Wir checken am liebsten über eine Wetter-App. Eine sehr zuverlässige Alternative zu den bekannten Apps ist die Agrarwetter-App der Landwirtschaft.

Bei angekündigtem Starkregen oder Gewitter solltest du Markise, Sonnensegel oder lose Gegenstände rechtzeitig sichern.


13. Das Abend-Setup

Bevor der Abend beginnt, lohnt sich eine kleine Routine.

Kontrolliere noch einmal:

  • Dach- und Seitenfenster geschlossen (bei Regenvorhersage)?
  • Mückenschutz angebracht?
  • Verdunklung griffbereit?
  • Schlüssel und Handy erreichbar?
  • Wasserflasche bereitgestellt?
  • Schuhe vor dem Fahrzeug?
  • Müll verschlossen?
  • Landstrom angeschlossen?
  • Kühlbox läuft?
  • Markise bei Wind eingefahren?
  • Vorzelt ist geschlossen und fixiert?

Mit diesen wenigen Handgriffen startet der nächste Morgen deutlich entspannter.

Fazit: Gute Vorbereitung sorgt für mehr Erholung

Ein entspannter Campingurlaub beginnt bereits mit einer guten Vorbereitung zu Hause und den richtigen Handgriffen nach der Ankunft am Stellplatz.. Wer sich bereits zuhause Gedanken über Belüftung, Verdunklung, Mückenschutz, Stromversorgung und Ordnung macht, spart sich später viel Zeit und vermeidet unnötigen Stress.

Ebenso wichtig sind die ersten Minuten nach der Ankunft: Wer den Stellplatz bewusst auswählt, das Fahrzeug sinnvoll ausrichtet und den Schlaf- und Wohnbereich direkt vorbereitet, schafft die Grundlage für einen entspannten Aufenthalt.

Mit einer guten Vorbereitung wird dein Van oder Campingfahrzeug schnell zu einem komfortablen Zuhause auf Zeit – so dass du dich auf das konzentrieren kannst, worauf es beim Camping wirklich ankommt: Erholung, Freiheit und unvergessliche Erlebnisse.

Und falls du noch Fragen hast oder Hilfe benötigst, jederzeit gerne! Wir stehen dir für alle Situationen gerne zur Seite. Und über weitere Tipps und Ideen freuen wir uns natürlich sehr.

Falls du eventuell noch auf der Suche nach einem Campingplatz bist – hier findest du vielleicht genau den richtigen für dich und deinen Urlaub. Und falls du deinen Campingurlaub nachhaltig gestalten möchtest, haben wir Tipps für dich.

Genieße deinen Campingurlaub in vollen Zügen!
Deine Bea von VanEssa mobilcamping

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