

Tipps, wie du deinen ausgebauten Sprinter in den Winterschlaf schickst
Es wird Zeit! Die Tage im Herbst werden immer kürzer, die Sommerjacken werden verräumt und die kuschelige Wolldecke wird dein bester Freund. Der Winter ist in den Startlöchern…
Hi! Ich bin Bea von VanEssa mobilcamping und in diesem Beitrag möchte ich dir unsere wichtigsten To-Do’s an die Hand geben, wie du deinen Camper am besten einwinterst. Denn dein Fahrzeug benötigt besondere Aufmerksamkeit, vor allem wenn du kein Wintercamping machst und der Sprinter über die kalte Zeit steht.
Außerdem kannst du unsere detaillierte Checkliste zum Thema kostenlos herunterladen und hast so stets alles im Blick.
Kernmaßnahmen zu den Themen Wasser, Reinigung, Technik und Unterbringung sind unerlässlich, auch wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du die 4. Jahreszeit ebenfalls unterwegs sein wirst.
1. Winterschlaf oder lieber Wintercamping?
In beiden Fällen sind wichtige Schritte notwendig, um deinen Camper winterfest zu machen und dabei Frostschäden und Feuchtigkeit zu vermeiden. Sprinter reimt sich ja auch schließlich auf Winter. Und was sich reimt ist…!? 🙂
Daher die wichtige Frage: Möchtest du mit deinem Camper auch zur kalten Jahreszeit verreisen? Oder soll er eingewintert werden und erst im Frühjahr wieder aus dem Tiefschlaf geweckt werden?
Denn deine Ausflüge zur kalten Jahreszeit benötigen spezielle Vorbereitungen. Mit unseren Tipps bist du in jedem Fall für die Wintersaison bestens gerüstet.

2. Abstellplatz
Um das Überwintern unbeschadet zu überstehen, ist es wichtig, einen geeigneten Platz zu finden, wo dein Camper beruhigt über mehrere Monate stehen bleiben kann. Hierbei kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht.
Du kannst ihn in einer unbeheizten Scheune, Garage bzw. Halle abstellen. Trocken wäre natürlich die Königslösung, aber selbstverständlich sind auch Stellplätze im Freien geeignet. Jedoch vermeide Wiesen wegen der Feuchtigkeit. Frag am besten in deiner Stadtverwaltung bzw. Gemeinde nach, ob hierfür Flächen vermietet werden. Diverse Angebote findest du auf verschiedenen Online-Portalen über die Google-Suche.

Sicherheit an erster Stelle
Je nach Abstellplatz solltest du in jedem Fall Maßnahmen zur Absicherung und zum Schutz deines Campers ergreifen. Such dir möglichst einen sicheren Ort, der unbefugten Dritten den Zutritt verwährt.
In unseren Augen ist der beste Diebstahlschutz – natürlich auch während deiner Reisen – der GPS-Tracker im Fahrzeug. Zusätzlich schützen Lenkrad- bzw. Türkrallen. Hierzu lässt du dich am besten von Fachleuten beraten.
Um das Äußere deines Campers vor Witterungseinflüssen zu schützen, empfehlen wir über das Fahrzeug eine spezielle Abdeckplane zu spannen, falls du es im Freien überwinterst oder es an einem besonders kühlen, eher zugigen Ort abstellst. Innerhalb von Gebäuden ist dies nicht zwingend nötig, hilft aber natürlich gegen Staub etc..
3. Wasser
Zur Vermeidung von Frostschäden und aus Hygienegründen solltest du auf alle Fälle sowohl den Frischwasser-, als auch den Abwasser- und, falls vorhanden natürlich auch den Urintank vollständig entleeren (inklusive Boiler/Frostwächter). Die Tankhähne lässt du geöffnet, damit die Tanks und Leitungen vollständig trocknen können.
Im Frühjahr vor Wieder-Inbetriebnahme empfiehlt sich übrigens nochmals alle Tanks zu reinigen.
4. Standheizung
Die Standheizung sollte im Nichtbetrieb ab und zu eingeschaltet werden, damit der Kraftstoff in den Zuleitungen nicht verklumpt.
5. Elektrik

Auch wenn alle Stromabnehmer ausgeschaltet sind, benötigt das Bedienteil minimalen Ruhestrom. Wenn das Fahrzeug über ein Solarmodul verfügt und im Freien geparkt wird, wird es hier ausreichend versorgt.
Natürlich muss dafür das Panel frei von einer Abdeckplane bzw. Schnee sein. Ansonsten sollte es von Zeit zu Zeit an den Landstrom angeschlossen werden oder gefahren werden. Dies gilt natürlich auch, wenn das Fahrzeug unter Dach steht.
Die Batterie muss nicht vollgeladen werden. Eine Ladekapazität zwischen 20 und 80 % ist völlig ausreichend. Bitte beachte: Eine drastische Entladung der Batterie kann Folgen für die Ladekapazität und die Lebensdauer bedeuten.
5. Hygiene
Innenräume und Toilette ….
- Innenraum & Hygiene:
- Reinigung: Den Camper gründlich reinigen, auch den Kühlschrank.
- Lebensmittel: Alle Lebensmittel entfernen, die einfrieren oder verderben könnten.
- Kühlschrank: Abtauen und die Tür leicht geöffnet lassen (Schimmelgefahr).
- Polster/Matratzen: Hochstellen oder aufrecht lagern, um Luftzirkulation zu gewährleisten.
- Feuchtigkeit: Luftentfeuchter (z. B. auf Salzbasis) im Innenraum platzieren.
- Außenbereich & Reifen:
- Reifendruck: Auf ca. 4,0 bis 4,5 bar erhöhen (oder ca. 0,5 bar mehr als empfohlen), um Standplatten zu vermeiden.
- Außenreinigung: Fahrzeug waschen.
- Lüftung: Dachluken leicht öffnen, um Kondenswasser zu vermeiden, aber sicherstellen, dass kein Schnee/Regen eindringt.
- Es wird empfohlen, den Innenraum alle 4-6 Wochen bei trockenem Wetter zu lüften. Eine genaue Checkliste hilft, um alle Schritte zu berücksichtigen.
- Scheibenwischer: Hochklappen, falls das Fahrzeug draußen steht.
- Gas: Flaschen zudrehen, am besten ausbauen.
- Innenraum & Hygiene:
- Außenbereich & Reifen:
- Bewegen um Druckstellen zu verhindern
Die Campingtoilette könnt ihr noch in eines der unteren Fächer des Trolleys stellen. Selbstverständlich gereinigt und trocken.
Wenn ihr das Küchenmodul auf dem Trolley platziert habt, empfehle ich euch ebenfalls alles mit einem feuchten Lappen und einem neutralen Reiniger ab- und auszuwischen. Trocknet dann die Flächen mit einem weichen Baumwolltuch nach. Die Schubläden könnt ihr übrigens ganz einfach aus der Küche herausnehmen. Dafür die beiden orangen Clips unter der Schublade betätigen und diese nach oben anheben. Anschließend wieder auf den Schienen platzieren und die Schublade schließen.
Auch die Kühlbox sollte einmal mit einem entsprechenden Reiniger (z.B. Essigreiniger) gründlich desinfiziert werden. Nach dem Säubern die Kühlbox gut auslüften lassen, da sonst unangenehme Gerüche entstehen können. Für das Überwintern kann ich euch empfehlen in die geschlossene Kühlbox eine kleine Schüssel mit Backpulver zu stellen, da dies mögliche Gerüche einschließt. Verstaut alle Kabel so, dass diese nicht von kleinen Nagern angefressen werden können.
Solltet ihr noch eine angefangene Gasflasche am Kocher haben, dann nehmt diese ab und verschließt sie entsprechend.
Wenn alles soweit gereinigt und getrocknet ist, legt am besten eine Folie über den gesamten Trolley bzw. die Möbel. So sind sie vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt. Allgemein würde ich diese in einem geschlossenen Raum aufbewahren (Garage oder Keller, nicht Carport).
3. Einwintern der Schlafauflage
Den Bezug der Matratze könnt ihr jederzeit durch die Reißverschlüsse abziehen und bei 40° Schonwaschgang waschen. Dies würde ich auf jeden Fall vor der nächsten Campingsaison tun. Ob ihr es vor dem Verstauen oder dem nächsten Campingurlaub macht, bleibt euch überlassen. Wichtig ist hierbei ebenfalls, dass die Matratze komplett trocken ist. Falls ihr noch die Folie vom Kauf der Matratze habt, könnt ihr sie super darin verstauen. Ansonsten würde ich sie ebenfalls in eine luftdichte Folie packen, damit es sich über den Winter keine Tierchen darin bequem machen. Beim Beziehen müsst ihr beachten, dass die Teile der Matratze wieder richtig herum im Bezug liegen.
Noch ein Tipp am Rande: Die VanEssa Matratze eignet sich auch sehr gut als Gästematratze und lässt sich ggf. auch gut zu Hause auf einem Schrank verstauen.
4. Einwintern der Lithium Batterie
Der ideale Ort um eine ruhende Lithium Batterie zu lagern, ist bei den meisten die Wohnung. Trockene Raumluft und Zimmertemperatur sorgen für bestes Aufbewahrungsklima, was eine lange Lebensdauer begünstigt. Denkt auch daran, dass ihr die Batterie mit mindestens 40% ladet. Eine drastische Entladung der Batterie kann Folgen für die Ladekapazität und die Lebensdauer bedeuten. Mit diesen Tipps solltet ihr lange Freude an eurer Ausstattung haben und im neuen Jahr wieder gut vorbereitet in die neue Campingsaison starten.
Letzteres empfiehlt sich auch zur Vermeidung von Standschäden an den Reifen.
Alles Liebe Bea
Bitte beachte natürlich die Gebrauchsanleitung deines Campers. Hier findest du sicher nochmals detaillierte Infos, speziell auch zu deinem Fahrzeug.


